CDU Kreistagsfraktion Lörrach
 
Presse
03.04.2018, 14:30 Uhr | Ferdinand Corsten Pressereferent
CDU – Kreistagsfraktion zu Besuch in der Gewerbeschule Rheinfelden
CDU – Kreistagsfraktion zu Besuch in der Gewerbeschule Rheinfelden.
Erste Eindrücke über die bauliche Umsetzung des regionalen Schulentwicklungsprozesses verschaffte sich die CDU-Kreistagsfraktion im Rahmen ihrer Fraktionssitzung in der Gewerbeschule Rheinfelden.  
CDU – Kreistagsfraktion zu Besuch in der Gewerbeschule Rheinfelden.
Erste Eindrücke über die bauliche Umsetzung des regionalen Schulentwicklungsprozesses verschaffte sich die CDU-Kreistagsfraktion im Rahmen ihrer Fraktionssitzung in der Gewerbeschule Rheinfelden.  Fraktionsvorsitzender Paul Renz konnte dazu den Leiter des Fachbereichs Planen und Bauen des Landratsamtes Gerhard Blattmann,  Schulleiter  Jürgen Maulbetsch  und dessen Stellvertreter Richard Krischak begrüssen. Schulleiter Jürgen Maulbetsch gab einen Überblick über die zurzeit laufenden Verschiebungen von Klassen zwischen den drei Gewerbeschul-Standorten im Landkreis. Die Gewerbeschule Rheinfelden befindet sich derzeit in einem Neu- und Umbau – Prozess, der Lehrkräften und Schülern – aber auch Planen und Handwerker einiges abverlangt. Die Ursprünge der Schule sind eigentlich im Jahre 1904 zu suchen, als der Gewerbeverein Nollingen für die damaligen 11 Lehrlinge der Betriebe einen gewerblichen Unterricht suchte, der dann aber erst am 21.4.1909 in der heutigen Gemeinschaftsschule „Schillerschule“ mit dem Unterricht begann. 
Unterteilt ist der Neu- und Umbau der Gewerbeschule in Rheinfelden in 4 Bauabschnitte.  65 Lehrkräfte unterrichten derzeit 1053 Schüler und Schülerinnen (779 davon als Teilzeit-Schüler) in 54 Klassen. Je nach Bauphase ist dies eine nicht leichte Aufgabe. Der Schulleiter sieht im Moment 4 große Handlungsfelder. Dies sind die Begleitung der Schüler mit Migrationshintergrund, die Digitalisierung der Schulen (schnelles Internet und flächendeckendes WLAN, Stärkung als Kompetenzzentrum für Elektromobilität und Technikerschule Chemie sowie schließlich die – nach seiner Ansicht - strukturellen Defizite im Schulsystem des Landes.
Gerhard Blattmann erklärte dann anhand von Bauplänen sehr detailliert die Neu- und Umbaumaßnahmen für die der Landkreis ca. 10 Millionen EURO in die Hand nimmt. Zusätzlich werden nochmals 1,3 Millionen EURO für die Ausstattung benötigt. Die größte Einzelinvestition, für die auch Zuschüsse des Landes eingeplant sind, ist der Neubau der Kfz.-Fahrzeugtechnik.  Dafür muss der südliche Bautrakt abgetragen werden. Die Friseure werden künftig im Hauptgebäude beschult.
Beim anschließenden Rundgang konnten sich die Kreispolitiker einen Eindruck der ersten  Umbaumaßnahmen, der neuen  Labore für Chemie und Naturwissenschaft, verschaffen.
Im weiteren Verlauf der Sitzung befassten sich die Kreisräte mit der Kostenerstattung seitens des Landes für die Flüchtlingsunterbringung. Die restriktive Sichtweise des Landes, die im Ergebnis dazu führt, dass der Aufwand in der Flüchtlingsunterbringung mit einem Aufwand von mehreren Mio. € beim Landkreis hängen bleibt, sorgte für Unmut in der Fraktion. Berücksichtige man die immensen Kraftanstrengungen des Landkreises 2015 /2016 mit monatlich bis zu 500  Flüchtlingszuweisungen, ist diese  kleinliche Sichtweise seitens des Landes nicht nachvollziehbar und sorgt für Frustration aller Beteiligten. Dass sich Landkreis- und Städtetag diesbezüglich beim Land für  flexible Lösungen stark machen, wurde begrüßt . Auch die CDU-Kreistagsfraktion wird sich über die politische Schiene dafür einsetzen, dass der Landkreis  weitgehend von den Kosten entlastet wird.
 Nicht mittragen will die CDU-Fraktion die Konzentration  der Sprachheilschule  am möglichen Standort Hausen. Wie bereits im Verwaltungsausschuss angekündigt, soll an der jetzigen dezentralen Struktur festgehalten werden (Kurze Beine – kurze Wege). Bei langfristiger Bleibeperspektive, z.B. in Haltingen, kann sich die CDU-Fraktion ein finanzielles Engagement seitens des Kreises durchaus vorstellen.
Kreisrat und Kanderns Bürgermeister Dr. Christian Renkert  berichtete ausführlich über den aktuellen Stand der Beratungen zum Thema „S-Bahn auf der Kandertalstrecke“. Die CDU-Kreistagsfraktion steht dem Ansinnen positiv gegenüber und hofft, dass  die Kosten/Nutzen-Relation, nicht zuletzt aufgrund der angestrebten Siedlungsentwicklung, zu einer positiveren Bewertung führt. Schließlich  sei  zu bedenken, dass das Land  die Hauptfinanzierungslast zu tragen habe.
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